Ulrich Wickert

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Ein Krimi über Mafiosi und Models - 16.08.2010, MAZ

Wenn einer wie Ulrich Wickert einen Krimi schreibt, liest das Wissen um den Autor mit. Man fragt sich: Kann ein Nachrichtenmann, einer, der Zeit seines Berufslebens um die Wahrheit gerungen hat, auch eine spannende Geschichte erfinden? Er kann.


„Das achte Paradies“ dreht sich um dubiose Machenschaften der georgischen Mafia, die sich in Paris eingenistet hat. Model Gina muss gleich zu Beginn ihr Leben lassen. Ihre Cousine, Journalistin Margaux, verbindet eine lose Liebschaft mit dem Ermittlungsrichter Jacques Ricou, einem Mann, der selbst vor Präsident Sarkozy nicht kuscht, aber wiederum nicht so beamtenmäßig korrekt ist, dass er die schönen Seiten des Lebens verschmähen würde (französisches Essen, Whisky, eine weitere Affäre). Bei seinen Ermittlungen reist Ricou nach Berlin, Nizza und Neapel, wobei er unter anderem ein Kakerlakenrennen erlebt und das Geheimnis einer alten Parfumdynastie lüftet.

Fragt man Wickert, wie er seine Krimis schreibt, sagt er, das sei Handwerk. Außerdem bemühe er sich um Realitätsnähe. Aberwitzige Stunteinlagen à la Dan Brown gebe es bei ihm nicht, dazu sei er zu sehr Journalist. Darin liegt einerseits die Stärke des Plots, schließlich sind mögliche Verbrechen doch die spannendsten. Manchmal wünscht man sich dennoch, der Autor würde ausbrechen und den Leser überraschen – im Krimi darf man die Wirklichkeit ja in bunten Farben malen. Unterm Strich aber sehr solide Krimiunterhaltung.

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