Ulrich Wickert

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Macht und Verantwortung der Medien

Aus der Macht des Mediums ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Journalisten. Wichtig ist, dass der Journalist weiß, worüber er berichtet. Wichtig ist, dass er das Bedeutende vom Unwichtigen trennt. Nicht jeder Fehlalarm an einem amerikanischen Flughafen sollte gemeldet werden, denn dies führt zu Orientierungslosigkeit und Übersättigung von Nachrichten. Und Übersättigung bedeutet: Zuviel Unwichtiges erschlägt das Wichtige. Verantwortung wahrnehmen bedeutet auch, ausgewählte Nachrichten in den Vordergrund zu stellen. Und wichtig ist auch, das gehört auch zur Verantwortung: Die Wirkung der Meldung zu berücksichtigen.
Durch die rasende Entwicklung der elektronischen Technologie nimmt der Fluss der Informationen zu. Allerdings entsteht das Problem für den ungeschulten Verbraucher, wie er Informationen sortieren soll, welche sind wichtig, welche unwichtig. Im Wettlauf der Nachrichten-Anbieter entstehen u.a. ethische Probleme, denn um „Quote zu machen“, schrecken Anbieter, die auf den Markt angewiesen sind, immer weniger davor zurück, die niederen Instinkte anzusprechen. Voyeurismus, die Sucht nach gewalttätigen Bildern, die Senkung der Schamgrenze sind dafür die Stichworte.

Ulrich Wickert fordert eine Besinnung und fragt: Brauchen wir „Greenpeace for the mind“, denn Müll im Kopf ist auch Umweltverschmutzung.

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