Ulrich Wickert

Artikel von mir

Die Deutschen sind sich fremd

Essay im SPIEGEL vom 2.6.2018 Hinter der Islamdebatte verbirgt sich eine ganz andere Frage: die nach der deutschen Identität. Versuch einer Antwort. Die Gespensterdebatte schmerzt: „Der Islam gehört zu Deutschland“ oder der „Islam gehört nicht zu Deutschland“. Beide Sätze sind Quatsch. Schlichtweg Unsinn. Denen, die finden der Islam gehöre zu Deutschland aber auch die, die …

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„Ich wäre so gerne… Cowboy“

Frankfurter Rundschau Magazin „FR7“ vom 14./15.10.2017 Es gab eine Zeit, ich war wohl gerade zwanzig, da wäre ich gern ein Klaviervirtuose wie Arthur Rubinstein geworden. Ich studierte in den USA und hatte das unwahrscheinliche Glück, während der Weihnachtstage in Washington zum „coming out“ der jüngsten Tochter Rubinsteins eingeladen zu sein. Ein vornehmer Ball mit langen …

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Ulrich Wickert schreibt einen Liebesbrief an die französische Nationalfigur „Marianne“

09.06.2016, DIE ZEIT Liebste Marianne, Weißt Du, das mag ein wenig altmodisch klingen, meine Liebe, wenn ich sage, ich schwärme für Dich. Aber das wird jeder verstehen, der unsere Geschichte kennt. Nur ein Mal habe ich Dich in Person getroffen, nämlich bei jener Zeremonie in Paris, als Deiner Büste die Gesichtszüge von Catherine Deneuve verliehen …

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Am Ende hilft der Zaubertrank – und vorher der Humor

10.06.2016, Hamburger Abendblatt Witzeln gehört zum französischen Alltag. Auch deswegen liebe ich die Franzosen und fühle mich in Paris wohl, wie zu Hause. Ganz gleich, ob man sich kennt oder nicht, das Jonglieren mit Worten, mit Doppeldeutigkeiten und geistreichen Anspielungen ist ein wichtiger Teil jedes Gesprächs. (Das Dumme ist nur: um den französischen Humor genießen …

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„Mehr Youtube würde der ARD gut tun“

29.12.2013, Die Welt Der eine hatte ein Millionenpublikum im Fernsehen, der andere hat 1,3 Millionen Follower: Was sich die TV-Legende Ulrich Wickert und LeFloid, der Nachrichten-Quotenkönig von Youtube, zu sagen haben. Zwei Generationen und zwei Moderatoren aus zwei ganz verschiedenen Medienepochen. Wir sind mit LeFloid, 26, und Ulrich Wickert, 71, und zum Frühstück im Café …

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„Karl der Große sorgte für geistige Erneuerung“

07.01.2014, Die Welt Im Januar vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Welches Bild haben wir heute von diesem Herrscher, der als Einiger Europas gilt? Ulrich Wickert spricht mit Mittelalter-Experten Johannes Fried. Diesen Monat begehen wir den Todestag eines Mannes, der am 28. Januar 814, also vor 1200 Jahren gestorben ist und als Einiger Europas …

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„Prostitution ist in der Mitte der Gesellschaft“

31.08.2013, Die Welt Nur wenige deutsche Schriftsteller sind so wirklichkeitsversessen wie der Leipziger Clemens Meyer. Für seinen neuen Roman hat er 15 Jahre im Rotlichtmilieu recherchiert, in Deutschland und in Japan. „Im Stein“, gerade bei S. Fischer erschienen, gilt als einer der Favoriten für den Deutschen Buchpreis, der im Oktober verliehen wird. Der Journalist und …

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„Damals konnte man alles“

06.07.2013, Die Welt Von Berlin aus in die Neue Welt: Ulrich Wickert im Gespräch mit dem Schauspieler und Autor Hanns Zischler Ulrich Wickert: Sie stammen aus Süddeutschland. Was hat Sie nach Berlin gelockt? Hanns Zischler: Das Angebot eines damals – wie ich – jungen Schriftstellers, Uwe Brandner, beim Literarischen Colloquium in einem Film mitzuwirken. Ein seltsam anmutender …

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„Ich liebe Deutschland brennend, glühend“

07.04.2013, Die Welt Feridun Zaimoglu ist der beliebteste deutsche Dichter mit Migrationshintergrund, Ulrich Wickert sein prominentester Fan. Ein Gespräch über die Liebe: zu Frauen, zu Deutschland, zum Islam. Ulrich Wickert: Von Billy Wilder wird berichtet, er habe auf seinem Nachttisch immer einen Block zur Hand gehabt, damit er auch nachts, wenn er mit einer genialen …

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„Auschwitz ist zu oft Bezugspunkt“

09.02.2013, Die Welt Ulrich Wickert spricht mit Eva Menasse über ihren neuen Roman „Quasikristalle“, den Antisemitismus und das Leben in Berlin Ulrich Wickert: In den Ornamenten, die Moscheen ausschmücken, gibt es symmetrische Muster, die sich in der Natur wiederfinden: „Quasikristalle“. Ihr Entdecker Dan Shechtman erhielt 2011 den Chemie-Nobelpreis. Und „Quasikristalle“ ist der Titel des neuen Romans …

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